Flexible endoskopische Evaluation des Schluckakts (FEES)
Schluckstörungen sind häufig Folge von neurologischen Erkrankungen wie Schlaganfall, Parkinson-Syndromen, Demenzen und neuromuskuläre Erkrankungen, treten gehäuft im fortgeschrittenen Alter auf oder durch einen langen Intensivaufenthalt im Rahmen einer schweren Erkrankung. Bei Schluckstörungen (Dysphagie) können die Patienten Essen und/oder Trinken nicht ausreichend sicher schlucken, Speichel oder Speisen können in die Luftröhre gelangen (Aspiration).
Mit einer flexiblen endoskopischen Evaluation des Schluckakts (abgekürzt: FEES) kann man der Ursache auf den Grund gehen. Die moderne Untersuchungsmethode beurteilt Ausmaß und Schweregrad der Schluckstörung, so dass sich therapeutische Maßnahmen, geeignete Nahrungskonsistenzen bzw. Ernährungsformen individuell festlegen lassen.
Vorteile der FEES-Untersuchung
Die endoskopische FEES-Untersuchung ist eine sehr gut verträgliche und sichere Untersuchungsmethode. Sie wird häufig ohne Betäubung mit einem dünnen Endoskop durch die Nase durchgeführt. Das Instrument wird hierbei ein kurzes Stück in den Rachen vorgeschoben, um den Kehlkopf beim Schluckvorgang zu beobachten.
Diese Untersuchung dauert in der Regel zwischen 10 bis 30 Minuten. Der Patient muss dabei nicht nüchtern sein. Häufig kann er selbst die Untersuchung verfolgen. Im Laufe der Untersuchung können verschiedene Speisen und Konsistenzen ausprobiert werden. Häufig gelingt es, dem Patienten eine sichere Nahrungsaufnahme zu ermöglichen. Zudem ist eine Kontrolluntersuchung zum weiteren Kostaufbau möglich.
Durch ihre vorteilhafte, schnelle und ergebnissichere Durchführung ist die FEES die mittlerweile wichtigste und häufigste Untersuchungsmethode bei Schluckstörungen.
FEES-Untersuchungen am KBR
Die Klinik für Akutgeriatrie und geriatrische Frührehabilitation am Klinikum Bremerhaven-Reinkenheide führt FEES-Untersuchungen für die Geriatrie und als Konsilleistung für das gesamte Krankenhaus durch.
Dr. med. Svenja Tietgen, Oberärztin in der Geriatrie, hat das FEES-Ausbilder-Zertifikat der DGN, DSG und DGG und bildet Ärzte sowie Logopäden in der FEES aus.
Zur Seite der DGN-Ausbilder: www.dgn.org/rubrik-themen/fees/fees-ausbilder
Ansprechpartner
Dr. med. Svenja Tietgen
Oberärztin
Chefarztsekretariat
Gaby Hartmann
0471 299-3690
0471 299-3743